Der Ratzeburger Ruderclub trauert um sein Ehrenmitglied Dirk Schreyer. der am 5. Dezember 2025 verstorben ist. Wir verlieren einen großen Sportler und Menschen, der auch nach seiner sportlichen Karriere nie den Kontakt zu seinem RRC verloren hatte.

(Dirk Schreyer auf Platz 7, 23.10.2018, Quelle: Ratzeburger Ruderclub 2018 (Christian Fuhrmann)
Geboren am 28. Juli 1944 in Lauenburg/Elbe, fand Dirk Schreyer bereits in jungen Jahren zum Rudersport. In seiner Heimatstadt begann eine außergewöhnliche Laufbahn, die ihn früh mit starken Persönlichkeiten des deutschen Ruderns zusammenführte. Nach dem Abitur führte ihn sein Weg nach Ratzeburg zu Karl Adam, unter dessen Leitung er sich zu einem der herausragenden Athleten seiner Generation entwickelte. Adams Vertrauen in seine Zukunft zeigte sich bereits 1964, als Dirk bewusst nicht als Ersatzmann zu den Olympischen Spielen nach Tokio entsandt wurde – seine Zeit sollte noch kommen. Und sie kam eindrucksvoll: 1965 Europameister, 1966 Weltmeister, 1967 erneut Europameister und schließlich Olympiasieger 1968 in Mexiko-Stadt im legendären Deutschlandachter. Sechs deutsche Meistertitel, das Silberne Lorbeerblatt sowie die Auszeichnung als „Mannschaft des Jahres“ 1968 markieren die Höhepunkte einer sportlichen Karriere, die auf dem absoluten Gipfel endete. 1972 folgte ein weiterer besonderer Moment: Als Mitglied des gesamten Olympiasiegerachters trug Dirk Schreyer die deutsche Fahne bei der Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele in München – eine Ehre, die seine Bedeutung für den deutschen Sport eindrucksvoll unterstrich. (Quelle:DRV 2025)
Dem Ratzeburger Ruderclubs blieb Dirk Schreyer Zeit seines Lebens vebunden. Er besuchte regelmäßig die Internationale Ratzeburger Ruderregatta und sorgte als Stifter und Vorstandsmitglied der „Karl-Adam-Stiftung“ ideell und materiell für den Ratzeburger Ruderclub. Dafür sind wir ihm außerordentlich dankbar.
Unser tiefes Mitgefühl gilt seiner Familie und allen Angehörigen.
Thomas Lange
Vorsitzender des Ratzeburger Ruderclub e.V.
