Erfolg beginnt im Kopf- Grundlagen des Mentalcoachings für Athlet*innen

Erfolg beginnt im Kopf- Grundlagen des Mentalcoachings für Athlet*innen

Johanna Trimborn aus Buxtehude ist nicht nur passionierte Ruderin und seit über 2 Jahren aktives Clubmitglied, sondern auch rein zufällig eine engagierte Psychologin. Aktuell bildet sich Johanna intensiv im Bereich der Sportpsychotherapie weiter. Das haben wir für doch glatt für uns ausgenutzt und einige wertvolle Tipps für die kommende Saison geholt. 40 Sportler aus Lübeck, Mölln und unserem Verein nahmen am Vortrag mit praktischen Übungen teil.

In den folgenden 2 Stunden ging es um verschiedene Sport-Mental Techniken. Dazu gehörten Atemübungen, positive Selbstgespräche, Fokuslenkung und auch die Reflexion und Regeneration nach dem Wettkampf.

Mit gezielten Atemübungen zeigte Johanna uns, wie wir uns vor dem Wettkampf beruhigen können. Der Nervus Vagus wird es uns danken. Eigentlich ist es ganz einfach: 4 Sekunden einatmen, 4 Sekunden den Atem anhalten und langsam über 7 Sekunden ausatmen. Dies beruhigt nachweislich das Nervensystem. Es braucht ein bisschen Übung, aber es funktioniert. Lässt sich übrigens auch wunderbar im Job einsetzten. 😉

Besonders Routinen helfen uns, unsere Herausforderungen entspannter anzunehmen. Visualisierung, fixierter Blick und bewusste Entspannung nach dem Rennen sorgen für mentale Stabilität. Wer sich auf der Regatta oder dem Ergo einer Herausforderung gestellt hat, kann bestätigen: Das ist richtige Quälerei! „Das schaffe ich nicht! “ ist häufig der dominante Gedanke nach den ersten Schlägen. Dabei haben wir es doch schon öfter geschafft. Man weiß, dass der Schmerz kommt, die Beine brennen. Dieses Wissen können wir bewusst einsetzen. Wer sich vor dem Wettkampf mit diesen Emotionen auseinandersetzt, kann sich oft besser darauf einlassen im Wettkampf.

Mit kurzen Mantras wie zum Beispiel” eine Wiederholung noch“ oder “Fokus jetzt“ holen wir uns die Konzentration und innere Stabilität zurück . Aus eigener Erfahrung nach Adventslauf und Women’s Challenge – es klappt. Hallo Schweinehund: Freund oder Feind? Sehen wir ihn doch einfach als Trainingspartner! Er zeigt uns, wo es anstrengend wird, wo wir die Grenze überschreiten können und wir uns dann auch weiterentwickeln können. Und wenn er doch wieder zu laut jammert? Eine Wiederholung noch!

Die vielen praktischen Tipps von Johanna kann man ganz einfach in den Alltag einbauen. Disziplin können wir nämlich wie einen Muskel trainieren. Kalt Duschen ist hier ein wunderbares Beispiel. Oder wir nutzen die Geheimwaffe einiger Ratzeburger- ein paar Züge im See schwimmen, aber nicht nur in den Monaten Juli und August 😉

Neben dem wachsenden Bizeps gibt es noch mehr gute Nachrichten: Wenn uns die Bewegung Spaß macht ( und das ist beim Rudern natürlich der Fall) ,dann werden selbst im Erwachsenenalter noch neue Gehirnzellen gebildet!

Ein bisschen magisch wurde es dann, als Johanna mit Larissa und Hennes einige Übungen aus dem Wingwave Coaching ausprobierte. Allerdings ist dies wissenschaftlich belegt. Mittels schnellen Augenbewegungen werden belastende Emotionen verarbeitet und Blockaden gelöst. Unsere beiden Sportler gingen so gestärkt und mit viel Selbstvertrauen in bevorstehende Langstreckenregatta.

Johanna hat eine Vielzahl an Möglichkeiten zur Förderung unserer mentalen Stärke in ihrer Präsentation vorgestellt. Nun geht es ans Ausprobieren.

Herzlichen Dank an Johanna für diesen informativen und lehrreichen Vortrag!🫶🏽

Bei Fragen oder gezielter Unterstützung könnt Ihr Johanna Trimborn gerne kontaktieren.

https://praxis-trimborn.de/