In meinem wilden Herzen

In meinem wilden Herzen

Beim Blick auf die Wetterapp und das angekündigte sommerliche Wetter am ersten Mai Wochenende hatte passionierte Wanderruderin Eva eine wunderbare Idee: Einfach mal eine kleine feine Wanderfahrt machen und schauen wie weit wir auf der Wakenitz kommen. Gesagt, getan. Bei 20 Grad und strahlendem Sonnenschein machen sich also Nicole, Andrea, Annika und Sven sowie Eva, Melanie, Sven, Jürgen und Peter auf den Weg. Über den Ratzeburger See ging es Richtung Rothenhusen zum Anlegeplatz des Kanu Center. Dort sind wir schon bekannte Gesichter und genossen die Mittagspause. Gestärkt ging es weiter Richtung Absalonshorst. Nicht ohne Grund heißt die Wakenitz auch der Amazonas des Nordens. Grüner geht es es kaum. Da hat man auch manchmal schneller als man gucken kann, ein bisschen Grünzeug im Boot. Es wurde auf jeden Fall viel gelacht & geplaudert. Als Jürgen dann an den Steuerseilen saß, wurde es allerdings ganz leise im 4er. Er trug uns 2 Gedichte von Rainer Maria Rilke vor. Ja, Jürgen kann Rilke auswendig zitieren. Rilke!!

Und weil es so schön war (stellt Euch bitte einmal vor ihr rudert gemütlich mit den nettesten Menschen, bei strahlendem Sonnenschein über die Wakenitz…)

In meinem wilden Herzen

Wunderliches Wort: die Zeit vertreiben! Sie zu halten, wäre das Problem. Denn, wen ängstigts nicht: wo ist ein Bleiben, wo ein endlich Sein in alledem?

Sieh, der Tag verlangsamt sich, entgegen jenem Raum, der ihn nach Abend nimmt: Aufstehn wurde Stehn, und Stehn wird Legen, und das willig Liegende verschwimmt .

Berge ruhn, von Sternen überprächtigt; -aber auch in ihnen flimmert Zeit. Ach, in meinem wilden Herzen nächtigt obdachlos die Unvergänglichkeit.

Wunderbar, oder? Die “kleine“ Wanderfahrt brachte uns 32 Kilometer für das Fahrtenbuch und viele Herzenmomente für die Erinnerung. Um Wiederholung wurde bereits gebeten. Wie gut, dass wir noch den ganzen Sommer vor uns haben.

Melanie Oldenburg