Klappe,die Zweite 🎬🎬 THE MAKING OF ADAMS ACHT🎥

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Das olympische Rennen: Alexander Hagen & Pay Feddersen

Wie lief der Drehtag für dich ab? An wievielen Tagen warst Du dabei und für welches Land bist Du gerudert?

🟦 Alex: Ich war an insgesamt acht Tagen dabei, darunter waren drei Trainingstage mit den Schauspielern, zwei inoffizielle Drehtage für Teilaufnahmen, ein Trainingstag mit den Achterruderern und die zwei Regattatage. An den beiden inoffiziellen Drehtagen bin ich ohne Gesicht für Deutschland auf Schlag gerudert. Da keine Gesichter im Bild waren, mussten hier die Schauspieler nicht ran. An den zwei Regattatagen bin ich für Frankreich gerudert. Es ging früh morgens los mit einen Frühstück am Set. Dann ging es in Maske und Kostüm und die Dreharbeiten konnten beginnen. Dabei wurde pro Tag ein Rennen gedreht, wobei auch nie das Rennen am Stück aufgenommen wurde, sondern immer nur einzelne Abschnitte mit klaren Anweisungen, wer wann wen überholen soll. Entsprechend schwierig war es, langsam zu rudern, dabei aber schnell auszusehen. Zwischendrin gab es immer wieder etwas zu essen (Catering war überragend!!), auch wenn die Mengen, die Ruderer benötigen, wohl etwas unterschätzt wurden. Fertig waren wir in der Regel nach etwa 12-13 Stunden.

🟥 Pay: Ich bin aufgrund der Vorbereitungen zu den Dreharbeiten am Ruderclub aufmerksam geworden. Hier habe ich auch mitbekommen, dass für die Dreharbeiten auf dem Wasser noch Ruderer gesucht wurden. Darauf habe ich mich dann beworben. Zunächst war ich den Machern des Films jedoch zu alt und wurde aussortiert, als später immer noch nicht genügend Ruderer zur Verfügung standen, wurde ich doch eingeladen. Ich habe an zwei Drehtagen mitgespielt. Am ersten Tag war ich Ruderer im russischen Achter und am zweiten Tag Schiedsrichter auf einem Startponton.

Wie war es, plötzlich vor einer Filmkamera zu stehen?

🟦 Alex: Das war kein großes Thema tatsächlich, weil wir ja mit Rudern beschäftigt waren. Da bleibt keine Zeit, um über die Kamera nachzudenken. Außerdem werden die schlechten Szenen ja ohnehin rausgeschnitten. Nur vor dem Start war es interessant, weil die Drohnen mit der Kamera teilweise sehr nah kam, man aber natürlich nicht reinschauen durfte.

🟥 Pay: Ich war zwar vor der Kamera, aber es gab nicht wirklich Nahaufnahmen oder gar Tonaufnahmen von mir. Wichtig war nur, nicht direkt in die Kamera zu gucken. Es sollte ja das Geschehen aufgenommen werden.

Was war der schönste Moment beim Dreh?

🟦 Alex: Die Phasen zwischen und nach den Aufnahmen waren sehr cool. Dann sind wir häufiger mal aus Spaß Vollgas die Strecke runtergefahren, was während der Aufnahmen natürlich nicht möglich war, obwohl es danach aussehen sollte. Einmal gab es sogar ein Rennen Kanada gegen Frankreich.

🟥 Pay: Mein persönliches Highlight war der erste Start im Achter von den Dreharbeiten. In allen Booten (außer dem Deutschen) saßen ja Komparsen und alles erfahrene Ruderer. Als der Startschuss erfolgte legten sich alle Mannschaften kräftig in die Riemen und fuhren „ihr“ Rennen! Nach ein paar Schlägen schrie der der Regisseur „Stopp, so geht das nicht! Am Start lag das deutsche Boot vorne! Ihr dürft nicht so schnell rudern, ihr muss nur so aussehen, als würdet ihr schnell rudern.“ (…) „Im deutschen Boot sitzen Schauspieler, da müsst ihr Rücksicht drauf nehmen!“

Wie war die Zusammenarbeit zwischen Ruderern,Komparsen und Filmteam?

🟥 Pay: Die Zusammenarbeit war gut. Es war interessant dabei zu sein. Besonders krass fand ich im Nachhinein, jetzt wo ich den Film schon gesehen habe, dass von den zwei langen Drehtagen im Film vielleicht zwei Minuten zu sehen sind. Aber klar, jede Szene wurde ja zig Mal wiederholt und aus jedem Winkel abgedreht – von oben, unten, vorn, achtern, links und rechts.Wir sind am ersten Drehtag, als ich Ruderer war eigentlich lediglich zweimal nach Farchau gefahren (ohne Aufnahmen) und dann die Rennstrecke mit Dreharbeiten zurück. Da jede Szene ja aus zig Blickwinkeln gedreht wurde, kamen am Ende trotzdem knapp 20km zusammen.

Würdest du wieder mitmachen?

🟦 Alex: Auf jeden Fall! Allein schon, um in den alten Booten rudern zu können.

Wie fühlten sich die alten Ruderboote an zu rudern?

🟦 Alex:Es war bei den Testaufnahmen Ende Mai 2025 sehr ungewohnt, aber wahrscheinlich weil die Boote da noch nicht gut eingestellt waren. Ich habe mich etwa 45min daran gewöhnen müssen, um mir einigermaßen sicher zu sein, nicht beim nächsten Schlag einen Krebs zu ziehen. Bei den Drehaufnahmen war es deutlich besser, da blieben nur noch Bootsgewicht und Griffe als spürbare Unterschiede übrig. Das war aber sehr gut handelbar.

Was würdest du jemandem sagen, der den Film noch nicht gesehen hat – warum sollte er ins Kino gehen?

🟦 Alex: Unabhängig von der Geschichte lohnt sich dieser alleine schon wegen der Aufnahmen beim Rudern. Die eingesetzten Kameras sind hochmodern, genau wie beim F1 Movie aus 2025. Als ich mir die Bilder aus dem F1 Movie angesehen habe, war mir sofort klar: Das wird hochspektakulär! Und für alle Nichtruderer: Bei welchem Film sind bitte Spielort, Drehort und Premiere in derselben Stadt? So ein Film muss aufgrund dieser Geschichte etwas besonderes sein.

Wie fühlt es sich für Dich an,Teil des Films gewesen zu sein?

🟥 Pay: Es fühlt sich großartig an, Teil des Films zu sein. Ich wollte unbedingt mitwirken, wenn so ein großartiger Film in und um sowie über Ratzeburg und seine Rudergeschichte gedreht wird. Ich habe dafür sogar meinen Urlaub verschoben, um ein Teil des Films sein zu können bzw. dürfen.

Lieber Pay, lieber Alex vielen Dank für Eure Einblicke hinter den Kulissen. Melanie Oldenburg