von Albrecht Schley
Liebe Freunde und Ruderkameraden/innen,
… ach der Frühling kündigt sich mit Macht an — oder „was es alles noch zu tun gibt“?
… endlich wieder richtig aufs Wasser gehen und rudern — oder „hier sitzen und für Euch mein Anliegen formulieren“?
…einfach abwarten, bis die vielen Probleme der Welt und des RRC durch Tatkräftige gelöst werden —der „ich muss mich selbst auf den Weg machen und mit den Anderen Lösungen suchen und mich was trauen“?…
sind wir Ältere nicht schon genug tätig gewesen und wünschen uns jetzt einfach nur Freizeit? — oder „sind uns die Jüngeren für eine gemeinsame Zukunft wichtig und sei sie vielleicht nur kurz bemessen, – damit es „weiter“ geht“?…
…und sind nicht die Jüngeren dafür prädestiniert tatkräftig Ideale zu verfolgen?
…muss das alles sein mit Anträgen, Planungsgedanken, Sponsoren und Förderung suchen? — oder „traue ich mir zu, die Begeisterung für unseren Sport auch und gerade in einem neuen Gebäude zu verwirklichen“?
So oder ähnlich könnten wir alle wohl mit Recht formulieren – aber ich will uns in aller Bescheidenheit fordern und ansprechen – nicht nur kurz und knapp sondern auch in persönlichen Gesprächen mitteilen, was alles passiert ist seit Anfang Dezember 2025.
Noch nie waren wir so nah an einer realen Möglichkeit, das wirklich sehr überholungsbedürftige und inzwischen absolut beengte RRC Clubgebäude zu erneuern.
Ja und noch mehr: wir brauchen auch wirklich „mehr Raum“ in weitestem Sinne für neue Aktivitäten, Generationsübergreifende Begegnung und Belebung in unserer Stadt Ratzeburg mit mehr als nur Bootslagerplätzen und Ruderaktivitäten. Wir sehen diese Tage wie knapp der Platz auch auf den Wiesen wird, wenn sich Änderungen in der Nachbarschaft ergeben. Und das Stadtleben entwickelt sich – möglichst mit uns allen im Verein.
So haben wir durch gute Vorarbeit und klare Vorstellungen so mancher Aktiven und unserem Vorsitzenden im Verein eine Initiative zusammen mit dem Bürgermeister und der Gemeindevertretung der Stadt Ratzeburg gestartet. Dies ausgelöst durch das im November aufgelegte Investitionsprogramm des Bundes desolate Infrastrukturen und förderwürdige Sportprojekte des Breitensports per sogenannter „Sportmilliarde“ zu ermöglichen.
Nun denkt nicht, das wäre zwar sicher lobenswert aber vielleicht ja auch Routine. Im Gegenteil traten an allen Ecken – wie immer – Fragen und Unsicherheiten auf.
Innerhalb weniger Tage noch vor Weihnachten haben alle Beteiligte – und dazu zählt auch insbesondere die Karl-Adam-Stiftung – die einhellige Unterstützung unseres Neubauvorhabens als Ersatz und Erweiterung ausgesprochen. Gleich im Januar wurden dann per Sondersitzung des Gemeinderats nötige Mittel (10% Anteil) festgelegt für den Fall einer Realisierung. Auch wir haben die Absicht bekundet, mit aller Anstrengung unseren Teil (45%) beizutragen.
Nun um wieviel handelt es sich? (Gesamtbausumme einschließlich Planungskosten 4,6 Mio €) und ist das mehr als Geld? – kurz gesagt ja – viel mehr! :
Die Stadt steht uns bewusst zur Seite (ein gemeinsam gestellter Antrag) und wird auch die Baumaßnahme für den RRC durchführen – damit das Bundesbauministerium eine 45% Förderung aussprechen kann.
Nach Abschluss erhalten wir das Gebäude zur Weiterverwendung in einer wohl neuen Zukunft des RRC.
Dazu war eine erste Bewerbung mit vielen Details notwendig zu den guten Absichten beim Thema vielfältige Sportmöglichkeiten (Rudern aber auch Fitness, Ergo und Kraftraum), Jugendarbeit, Barrierefreiheit und soziale Begegnungsmöglichkeiten innerhalb und außerhalb der Stadt.
Auch seitens der „kleinen wie größeren“ Politik besteht ein ehrliches Interesse an unseren Absichten und diesen „Aufwind“ gilt es zu nutzen.
Die Karl-Adam-Stiftung als uns vertretende Einrichtung formulierte sehr schön an einer Stelle: „ es gilt alle Anstrengungen zu unternehmen, dass wir die auswärtigen finanziellen Unterstützungen bezüglich des Ersatzneubaues des RRC auch erhalten. Denn diese können eine einmalige Chance bedeuten, die nicht mehr wiederkommt. Deshalb darf diese nicht ungenutzt verstreichen gelassen werden.
